Profil Dirk

       Dirk aus Mangolding, 43 Jahre


Die Begeisterung für Elektronik begann im Alter von 12 Jahren als ich abends noch Fernsehen schauen wollte, dies aber meine Eltern nicht mitbekommen sollten. Also bastelte ich an einem unauffälligen Warnsystem welches mir signalisieren sollte, wenn sich ein Elternteil in Richtung Kinderzimmer bewegte. Somit war der Fernseher immer rechtzeitig aus und der Sohn lag schlafend im Bett.

In meiner Ausbildung 1993-1997 zum Energieelektroniker wurden damals schon der Stein für das heutige Interesse an Smart Home Lösungen gelegt. Hier wurden mir die Grundkenntnisse der Programmierung von EIB / Instabussystemen beigebracht. EIB (European Installation Bus) war damals ein etablierter Busstandard für das industrielle elektrotechnische Gebäudemanagement. Eines der Bussysteme welches mit Gründung der KNX Association 1999 unter einem Dach vereint wurde.

Während meines beruflichen Einsatzes für ein führendes Logistik & Informatikunternehmen musste ich mich erstmalig mit der Programmierung und Konfiguration von Lagerverwaltungssystemen auf Unix Servern auseinander setzen. Hier wurde mein Interesse für Serverstrukturen, Datenbanken und Programmierung von MFC Anwendungen geweckt.

Während dieser Zeit setzte ich mich mit der Konfiguration von PC und Server Hardware und den dem Aufbau von Netzwerken auseinander. Die ersten Projekte konnten  in der Organisation von kleineren LAN-Partys umgesetzt werden. Hier stellte ich die Hardware für Netzwerk sowie die serverseitigen Web und Spieleserver bereit.

Schnell stellte ich fest, dass für die Bereitstellung von Webservern auch Kenntnisse für die grafische Gestaltung notwendig sind. Somit lernte ich wie man Bilder und Vektorgrafiken bearbeitet.

Es dauerte nicht lange bis ich für Freunde, Bekannte und kleinere Unternehmen die erforderliche PC Hardware zusammenstellte, Logos, Visitenkarten und Werbeflyer erstellte.

Kleinere Projekte für Webpräsenzen gehörten später ebenfalls zum Portfolio.

Als Besitzer und Verwalter eines Mietshauses mit 6 Wohneinheiten mit ungenutzten Büroflächen entschied ich mich die Büroflächen im Erdgeschoss in eine Ferienwohnung umzubauen. Bei der Planung der Elektrik stieß ich auf ein Problem. Im geplanten Wohn- Essbereich sollten von mehreren Stellen aus 6 Beleuchtungsquellen geschaltet werden. Hier stoßen  herkömmliche Installationsmethoden schnell an ihre Grenzen. Entweder ist der Verdrahtungsaufwand enorm hoch, oder die Optik wird durch unzählige Schalter und Taster-Kombinationen getrübt. Einmal verdrahtet sind Änderungen nicht mehr möglich. Also musste eine Alternative her. Ich erinnerte mich an meine Ausbildung und die Flexibilität einer Businstallation. Nach kurzer Recherge stieß ich auf den aktuellen führenden Standard KNX.

Die Entscheidung stand fest, es wird eine KNX Installation.

Schon während der Installation testete ich die Programmierung des Busses. Dafür nutze ich die ETS5 Lite. Diese unterstützte bis zu 20 Busteilnehmer. Während der Planung und Installation wurden  mir die Möglichkeiten mit KNX immer bewusster. Von der intelligenten Heizungs- und Lüftungssteuerung, automatischen Beleuchtungsszenarien, Visualisierung von Verbräuchen sowie die Einbindung von Medien und Streaming-Diensten. Alles war möglich. Das erste Smart Home Projekt war geboren.

Immer mehr Busteilnehmer wurden integriert. ETS5 Lite war nun nicht mehr ausreichend und ich habe mir die Vollversion gekauft. Die Anzahl der Busteilnehmer im Projekt smarte Ferienwohnung stieg stetig an. Inzwischen wurden 33 Busteilnehmer integriert und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Nun entstand der Wunsch nach einer zentralen Bedienung und ansprechenden Visualisierung. Schnell stieß ich auf das private Freeware-Projekt „Edomi“ von Dr. Christian Gärtner. Nach einigen Test war klar, mit EDOMI wird Logik und Visualisierung zum Vergnügen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Auf der Basis von Edomi entstand meine erste KNX Server – Client Visulisierung für die Ferienwohnung. Hier konnte ich meine Kenntnisse mit Serverstrukturen, Programmierung und Grafikdesign mit einfließen lassen. Das noch nicht finale Ergebnis kann sich sehen lassen.

Um die Visualisierung ansprechend in die Ferienwohnung zu integrieren suchte ich im www nach einer Möglichkeit. Der Anspruch war eine gewisse Diebstahlsicherheit ohne Einschränkung der Bedienbarkeit zu gewährleisten. Als ich mit diesen Anforderungen nicht fündig geworden bin, konstruierte ich meine eigene Lösung. Entstanden ist ein in der Einbautiefe flexibler Einbaurahmen für ein 10,5 Zoll Samsung Galaxy Tablet.

Nach mehr als 2 Jahren KNX und Edomi steht eines definitiv fest. Dieses Projekt hat sich zu einem beliebten Hobby mit Suchtfaktor entwickelt und das möchte ich gerne teilen.